Haarausfall Ratgeber Tipps & Tricks

Haarausfall bei Frauen

Haarverlust
Verfasst von Angelika Maurer

Haare gelten seit jeher als Schönheitsideal und wurden durch Verhaltensforscher als eines der entscheidenden Lockmittel bei der Partnerwahl herausgestellt. In den meisten Kulturen sind volle, gesunde und glänzende Haare das, wonach sich insbesondere Frauen sehnen. Denn volle lange Haare sind ein Symbol für Weiblichkeit. Gerade deshalb stellt es für viele Betroffene eine starke psychische Belastung dar, wenn plötzlich oder auch nach und nach die Haare stärker als üblich ausfallen. Im Normalfall fallen dem Menschen täglich zwischen 80 und 120 Haare aus. Hierbei handelt es sich um eine ganz normale Menge. Sobald täglich und insbesondere dauerhaft jedoch deutlich mehr Haare ausgehen, besteht Handlungsbedarf. Sie sollten dann den Dermatologen, also den Hautarzt, Ihres Vertrauens aufsuchen. Dieser wird eine sogenannte Anamnese durchführen. Das bedeutet, der Arzt fragt Sie nach möglichen chronischen Erkrankungen, ob Sie bestimmte Medikamente einnehmen, einen akuten Infekt oder Stress haben oder auch, ob Verwandte von Haarausfall betroffen sind. Denn in rund 90 bis 95 % der Fälle ist Haarausfall erblich veranlagt und damit der androgenetischen Alopezie zuzuordnen.

Die Ursache kann beispielsweise durch die Untersuchung eines Blutbildes herausgestellt werden. Denn es kann Aufschluss darüber geben, ob gegebenenfalls ein Vitaminmangel oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse besteht. Außerdem ist auch ein Trichogramm möglich. Dieses ermöglicht dem Arzt auch, zu sehen, was unter der Kopfhaut geschieht. Bei einem Trichogramm werden ungefähr 50 Haare ausgerissen und die Wurzeln dieser im Labor untersucht. Auf diese Weise kann herausgestellt werden, ob es sich tatsächlich um einen krankheitsbedingten Haarausfall handelt.

 

Die häufigste Ursache für Haarausfall bei Frauen

Auch bei Frauen kann der Haarausfall verschiedene Gründe haben. Einer der häufigsten ist die androgenetische Alopezie, die erblich bedingte Form. Dieser tritt in oftmals erst ab einem Alter von 40 auf, bei manchen Frauen jedoch auch erst in den Wechseljahren aufgrund der damit einhergehenden Hormonumstellung. Problematisch wird es nämlich mit einer Überproduktion der männlichen Sexualhormone, auf welche die Haarwurzeln äußerst empfindlich reagieren: die Haarwurzel verkümmert, das Haar fällt aus. Und sobald eine Haarwurzel einmal zerstört ist, kann diese nicht mehr gerettet werden. Denn dieser Schaden ist irreversibel. In solch einem Fall lässt sich in der Regel ein typisches Muster erkennen. Insbesondere die Scheitelregion wird lichter, in manchen Fällen auch die Seiten- sowie die Stirnpartie.

Neben dem erblich bedingten Haarausfall können auch andere Faktoren einen Haarausfall auslösen. Zu nennen wären hierbei eine unausgewogene Ernährung, eine Crash-Diät, Stress oder auch die Wechseljahre oder die Zeit nach einer Schwangerschaft. Der Haarverlust tritt dann oftmals in einem diffusen Muster auf. Diffuser Haarausfall zeichnet sich dadurch aus, dass die Haare gleichmäßig ausfallen und nicht, wie bei Alopecia Areata, nur stellenweise.

 

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Wenn Sie sich noch im Frühstadium befinden, wäre eine Behandlung mit dem Wirkstoff Minoxidil möglich. Hierbei handelt es sich um eine Lösung, die auf die betroffenen Partien aufgetragen wird. Weshalb dieser Wirkstoff tatsächlich hilft, ist bis dato noch nicht herausgefunden worden. Zunächst als Wirkstoff für Bluthochdruck entwickelt, zeigte das Medikament eine besondere Nebenwirkung, nämlich verstärkten Haarwachstum. Denn es fördert die Durchblutung der Haarwurzeln und regt das Wachstum der Haare an. Eine Packung, die für drei Monate reicht, kostet etwa 49 € und muss vom Patienten selbst übernommen werden. Sollte der Haarverlust jedoch bereits in einem fortgeschrittenen Stadium sein, kann eine Behandlung mit Tabletten sinnvoll sein. Besprechen Sie dies jedoch mit Ihrem Arzt. Er wird Sie auch über etwaige Nebenwirkungen aufklären.

 

Was hilft bei Haarausfall?

Die Ursachen für Haarausfall können vielfältig sein. Ebenso groß ist auch die Möglichkeit an Behandlungsmöglichkeiten sowie der Auswahl an diversen Produkten aus der Apotheke und der Drogerie. Seien es spezielle Shampoos, die den Haarwachstum wieder anregen sollen, oder auch Vitamintabletten, Pulver oder Entsäuerungskuren sollen beliebte Hilfsmittel sein. Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten, damit Sie die tatsächliche Ursache für Ihren Haarverlust ausfindig und diesen dann gezielt behandeln lassen können. Abhängig davon, wie stark der Haarausfall auftritt, kann auch Haarersatz benötigt werden. In manchen Fällen ist ein Toupet, in anderen Haarteile oder gar ganze Perücken geeignet. Hierbei sollten Sie sich auch überlegen, welche Haarqualität für Sie die Richtige ist. Denn sowohl Haarteile und Perücken aus Kunsthaar als auch jene aus Echthaar bieten diverse Vorteile. Gerne empfehlen wir Ihnen, hierzu unsere anderen Beiträge aus dem Peruecken24-Magazin zu lesen und uns gerne bei Fragen unter der kostenlosen Servicehotline 0800 000 31 94 zu kontaktieren. Alternativ können Sie auch gerne eines unserer P24-Studios besuchen. Wir freuen uns auf Sie!

 

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Angelika Maurer

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