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Graue Haare – auch in jungen Jahren keine Seltenheit

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© MRAORAOR - shutterstock.com
Verfasst von Angelika Maurer

Einst dienten Haare besonders zum Schutz vor Kälte. Heute sind sie eher ein wichtiges Zeichen für Attraktivität. Bei Frauen und Männern werden sie gleichermaßen mit Schönheit verbunden. Wenn die Haare ergrauen, ist das nicht unbedingt ein Zeichen von hohem Alter, denn auch in jungen Jahren unter 35 können schon graue Strähnen entstehen.

Häufige Ursachen

Wenn Haare in jungen Jahren ergrauen, dann können Ursachen wie zum Beispiel eine posttraumatische Belastungsstörung, viel Stress oder ein Mineralstoffmangel aufgrund unausgewogener Ernährung eine Pigmentstörung in den Haaren verursachen. Ebenso kann eine Übersäuerung des Körpers eine Ursache sein und ein Ergrauen in jungen Jahren auslösen. Denn durch die Übersäuerung kann Wasserstoffperoxid, der durch den normalen menschlichen Stoffwechsel in geringen Mengen im Körper und im Haar entsteht, nur sehr schlecht oder gar nicht mehr abgebaut werden. Wasserstoffperoxid ist unter anderem als Bleichmittel bekannt. Es verhindert die Bildung von Melanin.

Graue Haare als Symptom einer Erkrankung

Ab einem Alter von 35 Jahren wird das Ergrauen der Haare als normal angesehen. Tritt es jedoch beispielsweise schon mit 20 Jahren auf, kann die Störung der Melaninproduktion medizinische Ursachen haben. Häufig basiert sie auf einer genetischen Veranlagung. Aber auch bei Schilddrüsenunterfunktion, die mit Haarausfall einhergeht, oder bei Blutarmut, die mit einem Vitamin-B12-Mangel begründet ist, können Haare ergrauen.

Melaninmangel – Grund für das Ergrauen

Liegt ein Mangel an Melanin im Körper vor, dann ergrauen die Haare schnell. Melanin ist ein Pigment und ist für die Färbung von Haar und Haut verantwortlich. Melanin kann jedoch nur produziert werden, wenn eine ausreichende Menge an Tyrosin im Körper vorhanden ist. Tyrosin ist eine Aminosäure, die vor allem in Erbsen, Erdnüssen, Spirulina, fettarmem Fleisch, Gouda, weißen Bohnen, Vollkornprodukten, Milch, Eiern und Fischen wie zum Beispiel Kabeljau vorkommt.

Wird keine ausreichende Menge Melanin gebildet, lagern sich an der Stelle im Haar, an der sich sonst das Pigment befindet, Luftbläschen ein. Da diese durchsichtig sind, erscheinen sie uns grau. Mit dem Alter produzieren wir immer weniger Melanin, sodass unsere Haare ganz natürlich ergrauen. Durch Stress, Übersäuerung, Mineralstoffmangel oder bestimmten Erkrankungen wird jedoch zu wenig Melanin produziert.

Wenn die ersten Strähnen grau werden

Sind die ersten grauen Strähnen durch einseitige Ernährung oder permanenten Stress entstanden, so können die Haare von jungen Menschen durch vitalstoffreiche Kost sowie Stressbewältigungsmaßnahmen in Verbindung mit sportlichen Aktivitäten ihre Ursprungsfarbe wieder annehmen. Bei altersbedingtem Ergrauen regenerieren sie sich nicht mehr.

Neue Pigmente ins Haar bringen

Wer mag, kann zu Haarpflegeprodukten mit Farbpigmenten greifen und sich die Haare färben oder tönen.

 

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© Robert Przybysz – shutterstock.com

Intensives Tönen:

Intensivtönungen sind sehr gut für die Grauhaarabdeckung geeignet. Allerdings sollten Sie dabei beachten, dass der Grauhaaranteil in Ihrem Haar weniger als die Hälfte ausmacht. Diese Tönungscremes enthalten chemische Stoffe und Wasserstoffperoxid, die die Schuppenschicht der Haarfasern öffnen, um ein Eindringen der Farbpigmente zu ermöglichen. Dabei können die Haare nur maximal zwei Farbnuancen dunkler als die Naturhaarfarbe getönt werden. Die Farbe hält nur vier bis sechs Wochen und muss danach mit einer neuen Intensivtönung aufgefrischt werden. Ausgefallene Haarfarben oder Nuancen, die nicht zur Naturhaarfarbe passen, können jedoch nur mit einer Coloration verwirklicht werden.

 

Colorieren:

Bei Colorationsprodukten ist der Wasserstoffperoxidgehalt etwas höher als in Intensivtönungen. Somit kann auch ein größerer Grauanteil abgedeckt werden. Je nach Auswahl der Farbe kann das Produkt die Haare in beliebig vielen Farbnuancen aufhellen oder dunkler färben. Da Colorationen dauerhaft haltbar sind, waschen sie sich nicht heraus, sondern die grauen Haare werden wieder am Ansatz sichtbar, sobald die Haare ein Stück herausgewachsen sind. Das heißt, die Haare benötigen in regelmäßigen Abständen eine neue Coloration oder eine Ansatzbehandlung.

 

Repigmentieren:

Um graue Haare zu repigmentieren, werden Haarpflegeprodukte verwendet, die aufgrund von Sauerstoff naturähnliche Farbstoffe ausbilden können, die sich im Haar einlagern. Nach mehrmaliger Anwendung kommt wieder die Naturhaarfarbe zum Vorschein. Bei hellblonder und rötlicher Naturhaarfarbe ist eine Repigmentierung mit diesen Produkten jedoch nicht möglich.

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Angelika Maurer

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